Wie es dazu kam ...

Die Friedenskirche Eichenau hat sich die kontinuierliche Umweltarbeit zum Ziel gesetzt, unterhält ein Umwelt-Management-System und hat sich über die Zertifizierung quasi einer Selbstverpflichtung unterworfen. Unsere Kirche sieht darin einen Beitrag zum Erhalt der Schöpfung, was es – zu Ende gedacht – ja auch ist.

Das Umweltteam hat damals eine dankbare Aufgabe übernommen, denn wertvolle Schritte waren mit der energetischen Sanierung  von Kinderhaus und der Sanierung aller anderen geeigneten Gebäude des Geländes (bis 2009) bereits vollzogen.  Seit 2009 ist eine moderne Pellets-Heizung in Betrieb. Sie ersetzt die alte, in die Jahre gekommene, Gastherme. Insoweit war die Gemeinde bereits bei Beginn des Zertifizierungs-Prozesses 2010 „gut aufgestellt“. Deshalb wurde die Zertifizierung von Anfang an als Fortsetzung der Umweltambitionen betrachtet und vom Kirchenvorstand unterstützt. Eine wichtige Voraussetzung, um sinnvoll und v.a. schlagkräftig ein Umweltmanagement zu initiieren, wie sich bald herausstellte.

Weit über 100 evangelische Kirchengemeinden in Bayern haben sich dem schonenden Umgang mit den Ressourcen verschrieben und sind ebenfalls zertifiziert. Nicht überall ist solches Tempo und solche Effektivität möglich wie in unserer Gemeinde. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Umweltarbeit hier tatsächlich von breiter Mehrheit getragen wird. Wir durften einige Beispiele laufender Prozesse aus anderen Kirchengemeinden im Rahmen der Auditoren-Treffen kennenlernen. Zwei Mitglieder unseres Teams wurden zu Umwelt-Auditoren ausgebildet und sind seither über die Evangelische Landeskirche Bayern sowie die Kontakte zu anderen Umweltteams in Oberbayern und Franken gut vernetzt. Das ist hilfreich, denn so kommen viele gute Anregungen (z.B. Fortbildungsangebote für Hauptamtliche Mitarbeiter) bei uns an und außerdem die Ergebnisse neuester Untersuchungen (Kirchenheizungen und -systeme, Sinn und Unsinn von Reinigungsmittel und –methoden) außerdem Erfahrungsberichte zu allen möglichen Praxisbeispielen (von Passiv-Gemeindehäusern bis integrierten Multifunktions-Kirchenneubauten, Einsparpotentiale moderner Heizanlagen).

Zusammengenommen konnte das Ergebnis des Zertifizierungs-Prozesses 2012 nicht überraschen: Wir können unsere Umweltbemühungen auf Ziele lenken, die weniger investitionsintensiv sind, kaum bauliche Maßnahmen erfordern und nicht solche großen Zeit-Horizonte benötigen wie Sanierungen und Umbauten es für gewöhnlich tun.

Facebook